Über mich

Mein spiritueller Hintergrund

Als aufgewecktes Kind habe ich die Kirche als Raum der Stille entdeckt und bin zur Freude meiner Eltern ruhig geworden – da liegt u.a. wohl der Beginn meiner Spiritualität. Unterschiedliche Traditionen einer typisch ländlichen Pastoral der 1980er Jahre lernte ich kennen und schätzen. Mehr noch als Traditionen, Liturgien etc. haben mich die unterschiedlichsten Menschen seit meiner Kindheit geprägt: Menschen, die ihr Leben aus dem Glauben heraus gelebt haben – ohne viele Worte, sondern in einer stillen Einfachheit und Authentizität, ohne jemanden überzeugen zu wollen.
Ökumene und Interreligiösität wurden mir zunehmend wichtiger. So habe ich in der Begegnung mit evangelischen Freund_innen, das „Römisch-Katholische“ kennen gelernt und die Bedeutung individueller Zugänge; von orthodoxen Freund_innen den Wert schöner Liturgie und formulierter Gebete; von Menschen anderer Religionen Jesus Christus; von säkularen Menschen einen sehr offenen, vielfältigen und unterschiedliche Wege vereinenden, kreativen Umgang mit Spiritualität.
Diese verschiedenen Begegnungen haben mich und mein Verständnis von Spiritualität sehr geprägt. Ich selbst habe immer mehr den Weg der Stille gesucht und ihn letztlich in der christlichen Kontemplation, in der Übung des Herzensgebets, für mich auch gefunden.

Mein Ausbildungsund Erfahrungshintergrund

Unterschiedliche Ausbildungen und Erfahrungen haben mich beeinflusst:
Das Studium der Katholischen Fachtheologie hat mir geholfen, mit der Vernunft den Glauben zu erschließen und Religion(en) zu verstehen. Der reflektierte Zugang zu den Glaubensinhalten hat wesentlich zur Entwicklung meiner Spiritualität beigetragen.
Nach dem Theologiestudium habe ich berufsbegleitend promoviert. In meiner Doktorarbeit habe ich mich mit der Frage nach christlicher Achtsamkeit auseinandergesetzt: Gibt es eine „christliche Achtsamkeit“? Ist Achtsamkeit eine Möglichkeit, um mit anderen Religionen, exemplarisch Buddhismus, und mit der säkularen Welt, exemplarisch MBSR, in Kontakt zu treten, um über ethische Fragestellungen gemeinsam nachzudenken und Lösungen zu finden?
Pastoralpsychologischer Lehrgang mit Masterabschluss: Dort habe ich auf Grundlage Integrativer Gestaltberatung Einsichten, Kenntnisse, konkretes Know-how in die psychologische Beratung von Menschen erhalten. In der Abschlussarbeit habe ich die Frage nach dem Gebet als Ressource und Coping-Strategie für den Menschen gestellt. Seit 2009 habe ich das Diplom in Lebens- und Sozialberatung. Diese Grundausbildung habe ich erweitert um spezifische Kenntnisse in systemischer Beratung und um den systemischen Blick auf Organisationen.
Spiritualität begleitet mich, seit ich bin. Unterschiedliche Quellen und Traditionen durfte ich kennen lernen, die Ausbildung zur Geistlichen Begleiterin habe ich 2012 abgeschlossen und mich für den ignatianischen Zugang entschieden. Auf ehrenamtlicher Basis begleitete ich Menschen auf ihrem spirituellen Weg.
Fort- und Weiterbildungen in körperorientierter Arbeit, MBSR, ITC/evolute six, AoH etc. folgten.

Mein berufliches Werden

Meine Arbeitgeberin ist die Katholische Kirche und bin in der Krankenhausseelsorge tätig. Nach dem Theologiestudium war ich insgesamt sechs Jahre in der Pastoral als Pastoralassistentin tätig. Danach wechselte ich ins Bischöfliche Pastoralamt und war sechs Jahre für den Bereich Glaube & Verkündigung als Referentin zuständig. Bibelpastoral, Geistliche Begleitung, Spiritualität, KunstWerkKirche, Pilgern, Ökumene waren die Themen, denen ich mich bis jetzt widmen durfte und die mich viel gelehrt haben.

Sabine Petritsch.